Pressemitteilung zur Schulreform 09.02.09

Pressemitteilung des VIHS zur Schulreform in Hamburg
09.02.2009

In der auch von der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2008 unterzeichneten UN-Konvention über die Rechte von Behinderten gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen. Die Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Bildungsangebot wird dort als Menschenrecht festgeschrieben. Unter anderem sollen die Unterzeichnerstaaten sicherstellen,
„dass Kinder mit Behinderungen nicht vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden“.
Aus Sicht des vihs ist es die Aufgabe eines jeden Bundeslandes, möglichst umgehend ein Schulsystem zu schaffen, das Kinder mit Behinderungen so in das allgemeine Schulwesen zu integrieren vermag, dass eine Sonderbeschulung (in Hamburg in Sprachheilschulen, Förderschulen und in Sonderschulen) überflüssig wird.

Der vihs sieht die in der letzten Woche veröffentlichten Rahmenkonzepte zur zukünftigen Primarschule, Stadtteilschule und dem sechsstufigen Gymnasium als einen ersten möglichen Schritt hin zu einem Schulsystem, das allen Kindern eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der allgemeinbildenden Schulen garantiert.   ...

Download Pressemitteilung

Weiterlesen...

 

Pressemitteilung des VIHS

kongress_final_rgb_tranparent

Presseerklärung des VIHS vom 11.02.2008:

" Die Schule der Zukunft muss eine Schule sein, in der jedes Kind willkommen ist und seinen Möglichkeiten entsprechend lernen kann. Eine Gesellschaft, die Kinder schon vor Schuleintritt und während der Regelschulzeit in „Sonderschulen“ aussondert, kann den im Grundgesetz verankerten Anspruch auf Chancengerechtigkeit nicht einlösen. Stattdessen beschämt sie Kinder durch eine frühzeitige Stigmatisierung, die diese und ihre Familien sehr deutlich wahrnehmen. Die Aussonderung hat auch nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei lernförderliche Wirkung, im Gegenteil, die Kinder werden von einem anregungsreichen Lernmilieu, in dem auch andere Kinder als Lernvorbilder dienen können, ferngehalten. In Hamburg zeigt die Arbeit der integrativen Regelschulen, dass gemeinsames Lernen für alle Kinder von Nutzen ist, wenn die Schule konzeptionell auf Heterogenität reagiert. Aus den vorgestellten wissenschaftlichen Untersuchungen ergibt sich, dass das Menschenrecht auf Bildung auch den Verzicht auf schulische Aussonderung notwendig macht. Die Ausweitung der Beschulung in integrativen Schulen auf alle Hamburger Schulen ist für uns eine Konsequenz aus allen Beiträgen des Kongresses. Wir erwarten daher, dass Politik die Ergebnisse des Kongresses zur Kenntnis nimmt und die integrativen Schulen in Hamburg zur Regelschulform macht. "

Dieses Fazit zog die Vorsitzende des VIHS (Verband Integration an Hamburger Schulen), Angelika Fiedler, am Ende eines dreitägigen Kongresses zum Thema „Gemeinsam Lernen: Prävention – Integration – Inklusion“.... 

Weiterlesen...